Claudia ROTH
Vorsitzende in der Jury für Kategorie Kultur
Claudia Roth ist eine profilierte deutsche Politikerin und engagierte Kulturverfechterin. Als langjährige Bundestagsabgeordnete und frühere Staatsministerin für Kultur und Medien setzt sie sich konsequent für kulturelle Vielfalt, Demokratie und gesellschaftlichen Dialog ein.
Als Vorsitzende der Jury des Kybele-Kulturpreises bringt sie ihre internationale Erfahrung und ihr starkes Engagement für den deutsch-türkischen Kulturaustausch ein und stärkt damit die kulturellen Brücken zwischen beiden Ländern.
Mehr über den Juryvorsitzenden
Bei der Bestimmung der “besten” Kulturinstitutionen und -personen in den türkisch-deutschen Beziehungen ist es wichtig zu bewerten, wie effektiv sie den kulturellen Austausch, das Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern fördern. In diesem Zusammenhang sind folgende Kriterien zu berücksichtigen:
Kriterien für Kulturinstitutionen:
Gegenseitige Vorstellung und Unterstützung von Künstlern, Werken und kulturellen Veranstaltungen beider Länder. Organisation gemeinsamer Projekte, Festivals, Ausstellungen und Aufführungen.
Förderung eines korrekten, umfassenden und vielfältigen Bildes beider Kulturen, um Vorurteile abzubauen und den Respekt vor kulturellen Unterschieden zu erhöhen.
Erreichen eines breiten Publikums mit ihren Aktivitäten und Einbeziehung von Menschen mit unterschiedlichem sozioökonomischen und kulturellen Hintergrund.
Anwendung neuer und kreativer Ansätze zur Belebung der kulturellen Interaktion und Zusammenführung verschiedener Kunstdisziplinen.
Erzielen einer langfristigen Wirkung ihrer Aktivitäten über das Temporäre hinaus und Beitrag zur Bildung dauerhafter kultureller Bindungen.
Vermittlung von Informationen über beide Länder durch kulturelle Veranstaltungen, Schaffung von Diskussionsforen und Förderung des Lernens.
Angebot oder Unterstützung von Programmen zum Erlernen der Sprache des jeweils anderen Landes.
Beitrag zum kulturellen Leben der türkischen Diaspora in Deutschland und der deutschen Staatsbürger in der Türkei sowie deren Einbeziehung in kulturelle Veranstaltungen.
Internationale Wertschätzung der Aktivitäten der Institution und Vorbildfunktion für die kulturelle Zusammenarbeit beider Länder.
Finanzielle Stärke der Institution und Vorhandensein eines effektiven Managementansatzes.
Kriterien für Kulturpersonen:
Schaffen origineller und beeindruckender Werke im eigenen Bereich (Literatur, Musik, bildende Kunst, darstellende Kunst, Film, Wissenschaft usw.).
Zusammenführen beider Kulturen durch ihre Werke oder Aktivitäten, Bearbeitung gemeinsamer Themen und Spiegelung unterschiedlicher kultureller Perspektiven.
Förderung und Popularisierung der Kultur des eigenen Landes in Deutschland oder der deutschen Kultur in der Türkei durch ihre Arbeit.
Abbau von Vorurteilen, Förderung des Respekts vor unterschiedlichen kulturellen Identitäten und Stärkung der Empathie durch ihre Werke oder Äußerungen.
Beschreiten neuer Wege im eigenen Kunst- oder Denkbereich, Überschreiten traditioneller Grenzen und Entwicklung einer originellen Ausdrucksform.
Erreichen eines breiten Publikums mit ihren Werken oder Veranstaltungen und Beitrag zum kulturellen Dialog.
Respektierung ethischer Grundsätze in ihrer künstlerischen und intellektuellen Produktion.
Internationale Wertschätzung und Auszeichnungen für ihre Werke oder Beiträge.
Vorbild für junge Künstler und Denker durch ihre eigenen Erfolge.
Stetiger Beitrag zum kulturellen Bereich über Jahre hinweg und Hinterlassen einer bleibenden Wirkung.
Diese Kriterien bieten einen Rahmen für die Bewertung von Institutionen und Personen, die bedeutende Beiträge im Bereich der Kultur in den türkisch-deutschen Beziehungen leisten. Die Definition des “Besten” kann jedoch je nach persönlichen Ansichten und den hervorgehobenen Kriterien variieren. Wichtig ist, die wertvollen Beiträge dieser Akteure zu würdigen, die durch das Teilen des kulturellen Reichtums beider Länder, die Vertiefung des Verständnisses und die Schaffung dauerhafter Verbindungen leisten.
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