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Bayerischer Ministerpräsident a.D.
"Interkultureller Dialog und gegenseitiger Respekt standen bei der Arbeit der DTF stets im Vordergrund."
Dr. Günther Beckstein (geb. 23. November 1943 in Hersbruck) ist einer der profiliertesten Politiker Deutschlands und Mitglied der Christlich-Sozialen Union (CSU).
Er engagierte sich über viele Jahre hinweg in den Bereichen innere Sicherheit, Recht und öffentliche Ordnung und prägte die bayerische Politik sowohl durch seine fachliche Kompetenz als auch durch seine persönliche Integrität.
Für die DTF hat er eine besondere Bedeutung: Im Jahr 2010 wurde er mit dem Kybele-Politikpreis (Deutsch-Türkischer Freundschaftspreis) ausgezeichnet.
Beckstein war 14 Jahre lang bayerischer Innenminister und ist für seine harte Sicherheitspolitik bekannt. Er wurde zu einer bundesweit einflussreichen Figur im Bereich der Terrorbekämpfung, der Migrationskontrolle und der Verbrechensprävention.
23. November 1943 (Alter: 81)
CSU
Rechtsanwalt
Günther Beckstein wurde am 23. November 1943 in Hersbruck geboren und wuchs in Nürnberg auf. Nach dem Abitur in Nürnberg studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten Erlangen und München. 1975 promovierte er im Fach Rechtswissenschaften. Seine juristische Ausbildung bildete die Grundlage für seinen disziplinierten und regelorientierten Politikstil.
1971 eröffnete er eine eigene Anwaltskanzlei und arbeitete zunächst als Rechtsanwalt. In dieser Zeit begann er sich auch in der Kommunalpolitik zu engagieren. 1974 wurde er in den Bayerischen Landtag gewählt. Seine frühe Parteiarbeit und sein Einsatz in politischen Gremien ebneten den Weg für seine späteren Aufgaben in der bayerischen Staatsregierung.
Beckstein war von 1993 bis 2007 Bayerischer Innenminister und von 2001 bis 2007 zugleich Stellvertretender Ministerpräsident. Vom 9. Oktober 2007 bis zum 27. Oktober 2008 amtierte er als 17. Bayerischer Ministerpräsident. Während seiner Amtszeit legte er besonderen Wert auf öffentliche Sicherheit, effiziente Polizeiarbeit und eine verlässliche Rechtsordnung.
Bekannt für seine klare Haltung in Fragen von Recht und Ordnung, genoss Beckstein den Ruf eines sicherheitsorientierten Politikers. Als überzeugter Protestant engagierte er sich über viele Jahre in kirchlichen Strukturen, insbesondere in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Er war von 1993 bis 2015 Mitglied der EKD-Synode und von 2009 bis 2014 deren stellvertretender Vorsitzender.
Zu den bedeutenden Auszeichnungen Becksteins zählen der Bayerische Verdienstorden sowie mehrere weitere Ehrungen auf Landes- und Bundesebene. 2010 wurde er von der Deutsch-Türkischen Freundschaftsföderation mit dem Kybele-Politikpreis geehrt – ein Höhepunkt seiner Verbindungen zu deutsch-türkischen Initiativen. Bei der Kybele-Preisverleihung 2011 in München nahm er ebenfalls teil und überreichte in der Kategorie Politik den Preis an Claudia Roth.
Nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik blieb Beckstein als Redner, Publizist und Teilnehmer an Stiftungs- und Kulturveranstaltungen präsent. 2014 erhielt er u. a. die Ehrenbürgerwürde der Stadt Nürnberg. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern.
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