Deutsch-Türkische Beziehungen

Deutsch-türkische Freundschaft
Heute, Morgen, für Immer.

1701

  • 1701
  • 1701

    Erste Kontakte zwischen dem Osmanischen Reich und Preußen

    Mit der Entsendung des Gesandten Mehmed Efendi nach Berlin im Jahr 1701 legten das Osmanische Reich und das aufstrebende Königreich Preußen den Grundstein für die ersten diplomatischen Annäherungen in der deutsch-türkischen Geschichte.

  • 1761

    Diplomatie in Berlin: Der historische Besuch von Ahmet Resmi Efendi

    Der erste ständige Gesandte des Osmanischen Reiches, Ahmet Resmi Efendi, eröffnete 1763 mit seinem Besuch bei König Friedrich II. in Berlin eine neue Ära in den Beziehungen zwischen dem Osmanischen Reich und Preußen.

  • 1763

1806

  • 1806-F~1
  • 1806 - 1815

    Indirekte Kontakte während der napoleonischen Ära

    Während der Napoleonischen Kriege reagierten das Osmanische Reich und Preußen ähnlich auf gemeinsame Bedrohungen, obwohl kein direktes Bündnis bestand. Die preußischen Reformen wurden aufmerksam verfolgt und beeinflussten zentrale Elemente der osmanischen Modernisierung im 19. Jahrhundert.

  • 1835-1839

    Der erste Schritt der deutsch-türkischen Militärpartnerschaft: Moltkes Besuch in Istanbul

    Auf Einladung von Sultan Mahmud II. kam Helmuth von Moltke 1835 nach Istanbul. Seine Empfehlungen förderten grundlegende Reformen im osmanischen Heer und legten den Grundstein für eine langfristige deutsch-türkische Zusammenarbeit.

  • 1835 - Von Moltke Osmanlı - DTF (1)

1871

  • 1871-O~1
  • 1871 - 1878

    Ein neues Kapitel: Osmanisch-Deutsche Beziehungen unter Bismarck

    Mit der Reichsgründung 1871 wurde Deutschland zu einer zentralen Macht in Europa. Bismarcks Politik der Neutralität und des Gleichgewichts ebnete den Weg für eine strategische Annäherung zwischen dem Osmanischen Reich und dem Deutschen Kaiserreich.

  • 1871 - ...

    Von Pergamon bis Göbekli Tepe: 150 Jahre archäologische Freundschaft

    Die deutsch-türkische archäologische Zusammenarbeit steht seit 1871 für gemeinsame wissenschaftliche Erkundungen – von Pergamon bis Göbekli Tepe. Mit innovativen Projekten zum Kulturgüterschutz und Bildungsinitiativen wird diese Partnerschaft bis heute zukunftsorientiert fortgeführt.

  • 1871-A~1

1878

  • 1878-1~1
  • 1878

    Der Berliner Vertrag und das neue Machtgefüge

    Mit dem Berliner Vertrag von 1878 wurden die territorialen Verluste des Osmanischen Reiches auf dem Balkan bestätigt. Gleichzeitig stieg Deutschland unter Bismarcks Vermittlung zur diplomatischen Großmacht auf – ein Wendepunkt in den deutsch-osmanischen Beziehungen.

  • 1878

    Ende des 19. Jahrhunderts – Deutscher Einfluss unter Abdülhamid II.

    Unter der Herrschaft von Sultan Abdülhamid II. vertieften sich die osmanisch-deutschen Beziehungen weiter. Vor allem deutsche Ingenieure und Militärberater spielten bei Eisenbahnprojekten und Reformen eine Schlüsselrolle – der Beginn einer strategischen Partnerschaft.

  • 1878-I~1

1880

  • 1880-O~1
  • 1880

    Modernisierung der Osmanischen Armee mit deutschen Militärberatern

    Ende des 19. Jahrhunderts trat die osmanische Armee unter Anleitung deutscher Militärberater in eine umfassende Modernisierungsphase ein. Erfahrene Offiziere wie Goltz Pascha (Colmar von der Goltz) spielten eine zentrale Rolle bei der Erneuerung des Ausbildungssystems und der Organisationsstrukturen. Mit der Ankunft von Liman von Sanders Pascha im Jahr 1913 wurden vor allem die Führung und Einsatzbereitschaft der Armee kurz vor dem Ersten Weltkrieg entscheidend geprägt. Diese Zusammenarbeit legte das Fundament für die dauerhaft engen deutsch-osmanischen Militärbeziehungen.

  • 27/11/1899

    Die Bagdadbahn: Strategische Verbindung zwischen Osmanischem Reich und Deutschem Reich

    Die während der Regierungszeit von Sultan Abdülhamid II. geplante und ab 1903 begonnene Bagdadbahn war ein ehrgeiziges Projekt, das mit deutscher Ingenieurskunst und Kapital die osmanischen Gebiete bis zum Persischen Golf verbinden sollte. Die Strecke, die von Istanbul über Konya, Adana, Aleppo und Bagdad bis nach Basra führen sollte, hatte nicht nur wirtschaftliche, sondern auch militärische und geopolitische Tragweite. Das Vorhaben festigte die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen beider Reiche und bereitete den Boden für das Bündnis im Ersten Weltkrieg.

  • 1899-B~1

1914

  • 1914-S~1
  • 2.08.1914

    Waffenbrüderschaft im Ersten Weltkrieg: Osmanisches Reich und Deutsches Reich

    Der Eintritt des Osmanischen Reiches 1914 in den von Deutschland geführten Dreibund (Mittelmächte) hob die bilateralen Beziehungen auf die Ebene eines militärischen Bündnisses. In dieser als „Waffenbrüderschaft“ bezeichneten Zeit übernahm der deutsche General Liman von Sanders zentrale Kommandoposten in der osmanischen Armee. An den Fronten von Gallipoli, Palästina, dem Kaukasus und im Irak kämpften türkische und deutsche Soldaten Seite an Seite und teilten Siege wie schwere Verluste. Diese enge Zusammenarbeit stärkte während des Krieges die Verbundenheit, war jedoch zugleich Teil des Prozesses, der das Ende beider Reiche einleitete.

  • 29.10.1923

    Die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland in den frühen Jahren der Republik

    Nach der Gründung der Republik Türkei im Jahr 1923 entwickelten sich die Beziehungen zwischen der Türkei und der Weimarer Republik auf einer friedlichen und ausgewogenen Grundlage. Die diplomatischen Verbindungen wurden erneuert, und die Zusammenarbeit in kulturellen, wissenschaftlichen und technischen Bereichen wurde verstärkt. Mustafa Kemal Atatürk legte großen Wert darauf, vom Wissen Deutschlands in Wissenschaft, Ingenieurwesen und Kunst zu profitieren, und lud deutsche Experten und Akademiker in die Türkei ein. In dieser Zeit wurde Deutschland zu einem wichtigen Partner im türkischen Modernisierungsprozess.

  • 1923-T~1

1933

  • 1933-T~1
  • 30.01.1933

    Deutsche Wissenschaftler und die akademische Erneuerung der Türkei

    Nach der Machtübernahme Adolf Hitlers im Jahr 1933 mussten viele jüdische und regimekritische deutsche Wissenschaftler ihre Heimat verlassen. Auf Einladung Mustafa Kemal Atatürks fanden sie in der Türkei Zuflucht. Diese als „Einsteins der Türkei“ bezeichneten Akademiker spielten eine entscheidende Rolle bei der Modernisierung zahlreicher Hochschulen, insbesondere der Universität Istanbul. Persönlichkeiten wie Ernst Reuter, Fritz Neumark und Ernst Hirsch trugen maßgeblich zur Stärkung der wissenschaftlichen Infrastruktur, zur Entwicklung moderner Studienprogramme und zur Anhebung akademischer Standards in der Türkei bei.

  • 1.09.1939

    Die Balancepolitik der Türkei im Zweiten Weltkrieg

    Während des Zweiten Weltkriegs versuchten sowohl die Alliierten als auch die Achsenmächte, die strategisch bedeutsame Türkei in den Krieg hineinzuziehen. Unter der Führung von Präsident İsmet İnönü verfolgte das Land jedoch eine Neutralitätspolitik und hielt die wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland, vor allem durch Chromexporte, aufrecht. Als sich der Kriegsverlauf zugunsten der Alliierten wendete, erklärte die Türkei am 23. Februar 1945 Deutschland und Japan den Krieg und ebnete damit den Weg zum Beitritt zu den Vereinten Nationen. Dieser Schritt festigte ihre Position in der Nachkriegsordnung.

  • 1939-N~1

1952

  • 1952-T~1
  • 18.02.1952

    Strategische Partnerschaft Türkei–Deutschland in der NATO

    Mit dem NATO-Beitritt der Türkei im Jahr 1952 wurden die Türkei und die Bundesrepublik Deutschland während des Kalten Krieges zu zwei entscheidenden Mitgliedern desselben Militärbündnisses. Beide Länder stärkten die Süd- und Mittelachse der NATO im Angesicht der sowjetischen Bedrohung und arbeiteten eng in den Bereichen Militär, Nachrichtendienste und Sicherheit zusammen. Die Bundesrepublik unterstützte die Modernisierung der türkischen Streitkräfte, während die Türkei eine Schlüsselrolle in der europäischen Sicherheitsarchitektur einnahm.

  • 8.05.1957

    Das Kulturabkommen von 1957: Brücke zwischen Bildung und Kunst

    Das am 8. Mai 1957 in Ankara unterzeichnete Deutsch-Türkische Kulturabkommen schuf eine offizielle Grundlage für die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur. Es förderte die Turkologie in Deutschland und die Germanistik sowie Kulturforschung in der Türkei. Institutionen wie das Goethe-Institut und das Yunus-Emre-Institut stärkten mit Sprachunterricht und kulturellen Veranstaltungen die Freundschaft zwischen beiden Ländern. Das Abkommen bot einen rechtlichen Rahmen für Studierendenaustausch, akademische Kooperation und gemeinsame Kulturprojekte und trug so zum besseren gegenseitigen Verständnis der beiden Gesellschaften bei.

  • 1957-1~1

1959

  • 1959-2-
  • 31.07.1959

    Die Rolle Deutschlands in den Türkei-EU-Beziehungen

    Seit dem Beitrittsantrag der Türkei zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) im Jahr 1959 spielte Deutschland eine der wichtigsten Rollen, indem es mal unterstützend, mal zurückhaltend agierte. Während der Amtszeiten von Helmut Kohl und Gerhard Schröder unterstützte Deutschland eine Vollmitgliedschaft der Türkei, während in der Ära Angela Merkel alternative Modelle wie die „privilegierte Partnerschaft“ diskutiert wurden. Bei jeder entscheidenden Wendung in den Türkei-EU-Beziehungen war Deutschlands Haltung maßgeblich.

  • 30.10.1961

    Das Anwerbeabkommen und die gesellschaftlichen Auswirkungen der Migration zwischen Türkei und Deutschland

    Das 1961 zwischen der Türkei und der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnete Anwerbeabkommen hat eine der dauerhaftesten gesellschaftlichen Auswirkungen in den bilateralen Beziehungen geschaffen. Hunderttausende türkische Staatsbürger, die als „Gastarbeiter“ nach Deutschland kamen, wurden im Laufe der Zeit ein untrennbarer Teil der deutschen Gesellschaft. Heute leben mehr als 3 Millionen Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland. Diese Migration bildete nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine kulturelle und soziale Brücke zwischen beiden Ländern.

  • 1961-3-

1964

  • 1964 - Türkiye Avrupa Ekonomik Topluluğu Üyeliği DTF (1)
  • 12.01.1964

    Das Wirtschaftliche Kooperationsabkommen von 1964 zwischen der Türkei und Deutschland

    Das am 12. Januar 1964 unterzeichnete Wirtschaftliche Kooperationsabkommen legte den rechtlichen Grundstein für die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland und stärkte den Handel sowie die Investitionsverbindungen zwischen beiden Ländern. Durch dieses Abkommen wurde Deutschland zum größten Handelspartner der Türkei, während die Zahl deutscher Unternehmen in der Türkei rasch anstieg. Gemeinsame wirtschaftliche Interessen waren trotz politischer Schwankungen einer der wichtigsten Faktoren für die fortdauernde Freundschaft zwischen beiden Ländern. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit entwickelte sich im Laufe der Zeit zu Technologieübertragungen, gemeinsamen Produktionsprojekten und finanziellen Partnerschaften.

  • 15.03.1969

    Der Aufstieg der türkischen Küche in Deutschland und die Gastronomiediplomatie

    Die Geschichte der türkischen Küche in Deutschland begann 1969 mit dem ersten Dönerladen in Berlin und ist heute ein fester Bestandteil der deutschen Esskultur. Döner Kebab ist nach der Currywurst die beliebteste Street-Food-Spezialität Deutschlands, und die vielfältigen Aromen der türkischen Küche werden in über 20.000 Restaurants angeboten. Die „Gastronomiediplomatie“ zwischen den beiden Ländern erhielt ab 2018 mit dem Deutsch-Türkischen Küchenfestival eine institutionelle Dimension. Die „Kreuzberg Genuss Tage“ in Berlin und das „Osmanisch-Deutsche Küchenmuseum“ in Frankfurt sind bedeutende Treffpunkte für die Begegnung der türkischen und deutschen Kochkulturen.

  • 1969-1-

1970

  • 16.08.1970 Türkiye Almanya Kardeş Şehirler Zirvesi DTF
  • 16.08.1970

    Die Städtepartnerschaften und Kooperationsnetzwerke zwischen der Türkei und Deutschland

    Die 1970 erstmals zwischen Istanbul und Berlin geschlossenen Städtepartnerschaften haben sich heute zu einem weitreichenden Netzwerk entwickelt, das über 120 Städte in der Türkei und Deutschland verbindet. Die durch Städtepartnerschaftsprotokolle verbundenen Kommunen entwickeln Partnerschaften in Bereichen wie kulturellem Austausch, technischer Zusammenarbeit, Jugendprojekten und nachhaltiger Stadtentwicklung. Das 2015 gestartete Programm „Intelligente Partnerstädte“ fördert den Erfahrungsaustausch in der digitalen Verwaltung, während das Projekt „Grüne Partnerschaft“ gemeinsame Maßnahmen gegen den Klimawandel unterstützt. Das jährlich stattfindende Deutsch-Türkische Städtepartnerschaftsforum ermöglicht den Austausch bewährter Praktiken und das Zusammenkommen lokaler Entscheidungsträger. Städtepartnerschaften wie Izmir-Hamburg, Antalya-Nürnberg und Bursa-Köln tragen wesentlich zur Vertiefung der Freundschaft zwischen den Völkern auf lokaler Ebene bei.

  • 1970

    Die Institutionalisierung und Diaspora-Reise der türkischen Gemeinschaft in Deutschland

    Seit den 1970er Jahren begann die türkische Gemeinschaft in Deutschland, sich in Bereichen wie Schulen, Vereinen, Moscheen, Wirtschaft und Politik zu institutionalisieren. Die Geschichte, die als „Gastarbeiter“ begann, hat sich heute mit der dritten Generation deutscher Staatsbürger türkischer Herkunft zu einer starken und dynamischen Diaspora-Identität entwickelt. Kulturelle Vielfalt und zugleich einige gesellschaftliche Herausforderungen werden weiterhin innerhalb der türkischen Gemeinschaft in Deutschland gemeinsam erlebt.

  • 1970LE~1

1972

  • 28.09.1972 - 1972 yılında başlatılan ve Yeşil Harita olarak bilinen Alman-Türk Gençlik Değişim Programı DTF
  • 28.09.1972

    Die Grüne Karte: Beginn des Deutsch-Türkischen Jugendaustauschprogramms

    Das 1972 gestartete Deutsch-Türkische Jugendaustauschprogramm, bekannt als „Grüne Karte“, ermöglichte es tausenden türkischen und deutschen Jugendlichen, durch gegenseitige Besuche Freundschaftsbrücken zu bauen. Die Teilnehmenden lebten bei Gastfamilien, erlebten den Alltag, lernten die Sprache und die Kultur hautnah kennen. Die grünen Karten als Symbol des Programms boten den Jugendlichen Informationen zu Sehenswürdigkeiten und kulturellen Hinweisen in beiden Ländern und erleichterten so die interkulturelle Kommunikation. Dieses Programm entwickelte sich später zu umfassenderen Projekten wie der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke und besteht bis heute fort.

  • 7.05.1982

    Kultureller Austausch und Migrantenliteratur im deutsch-türkischen Literaturdialog

    Seit den 1980er Jahren vertieften die zahlreichen Übersetzungen türkischer Autoren wie Orhan Pamuk und Yaşar Kemal ins Deutsche sowie deutscher Autoren wie Günter Grass und Heinrich Böll ins Türkische den kulturellen Austausch. Die sogenannte „Migrantenliteratur“, die von türkischstämmigen Autoren in Deutschland geprägt wurde, beeinflusste auch die deutsche Kultur und schuf einen reichen kulturellen Dialog zwischen beiden Ländern. Die Ehrung der Türkei als Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse war ein bedeutender Höhepunkt dieser Entwicklung.

  • 7.05.1982 - Türkiye Almanya yazarları DTF

1984

  • 15.11.1984-1-
  • 15.11.1984

    Deutsch-Türkische Hochschulkooperation und akademische Brücken

    Das 1984 unterzeichnete deutsch-türkische Protokoll zur Universitätskooperation schuf starke Brücken zwischen den Hochschulen beider Länder und legte die Grundlagen für eine akademische Freundschaft. Das Protokoll bietet einen umfassenden Rahmen für den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern, gemeinsame Forschungsprojekte, Doppelabschlussprogramme und wissenschaftliche Konferenzen. Durch DAAD-Stipendien erhielten Tausende türkische Studierende die Möglichkeit, in Deutschland zu studieren, während deutsche Forscher in der Türkei arbeiten konnten. Partnerschaften wie ODTÜ-Stuttgart, Boğaziçi-Berlin Technische Universität und Istanbul-Köln sind greifbare Beispiele dieser Zusammenarbeit.

  • 1987

    Die Rolle Deutschlands im EU-Beitrittsprozess der Türkei

    Die Türkei stellte 1987 den Antrag auf Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Deutschland unterstützte den Prozess zeitweise, zeigte sich aber auch skeptisch. Die Politik verschiedener deutscher Regierungen machte den Einfluss Berlins in den Türkei-EU-Beziehungen entscheidend. Deutschland fungierte als Tür und Schwelle für die türkische EU-Reise und spielte eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des Prozesses.

  • 1987-3-

1989

  • 9.11.1989-5-
  • 9.11.1989

    Solidarität der türkischen Gemeinschaft beim Fall der Berliner Mauer

    Während des Falls der Berliner Mauer und des Prozesses der deutschen Wiedervereinigung öffnete die türkische Gemeinschaft in West-Berlin den aus Ost-Berlin kommenden Deutschen ihre Türen und zeigte damit ein einzigartiges Beispiel der Solidarität. Türkische Geschäftsleute boten unmittelbar nach dem Mauerfall Ost-Berlinern kostenlos Essen, Getränke und Unterkunft an, und viele türkische Familien teilten ihre Wohnungen. Die türkischen Restaurants in Kreuzberg verteilten tagelang kostenlos Essen und wurden so zum Treffpunkt der zwei Deutschlands. Diese menschliche Solidarität spielte eine bedeutende Rolle beim Ende der deutschen Teilung und stärkte die türkisch-deutsche Freundschaft.

  • 3.10.1990

    Die strategische Partnerschaft zwischen der Türkei und Deutschland nach dem Kalten Krieg

    Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Wiedervereinigung Deutschlands erreichte die strategische Partnerschaft zwischen der Türkei und Deutschland eine neue Dimension. Unter dem Dach der NATO vertieften die beiden Länder ihre Sicherheitszusammenarbeit und handelten in einem weiten geografischen Raum von den Balkanstaaten über den Nahen Osten bis zum Kaukasus und Zentralasien gemeinsam. Besonders im Golfkrieg 1991 und in den Balkankrisen agierten Türkei und Deutschland koordiniert und traten als wichtige Partner für globale Frieden und Stabilität hervor. Regelmäßige hochrangige Besuche und strategische Dialoge stärkten in dieser Zeit die institutionelle Verankerung der Freundschaft.

  • 3.10.1990 - Türk-Alman ekonomik ilişkileri

1991

  • 3.10.1990-2-
  • 11.03.1991

    Strategische Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Deutschland nach dem Kalten Krieg

    Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Wiedervereinigung Deutschlands vertieften die Türkei und Deutschland ihre strategische Zusammenarbeit. Unter dem Dach der NATO wurde diese Partnerschaft im Bereich Sicherheit und Verteidigung gestärkt und ermöglichte gemeinsames Handeln in einer weiten Region von den Balkanstaaten über den Nahen Osten bis zum Kaukasus und Zentralasien. In entscheidenden Phasen wie dem Golfkrieg 1991 und den Balkankrisen handelten beide Länder koordiniert und spielten eine Schlüsselrolle für internationalen Frieden und Stabilität. Regelmäßige hochrangige Treffen und strategische Dialoge festigten die deutsch-türkische Freundschaft auf festen Grundlagen.

  • 11.03.1991

    Wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Max-Planck-Gesellschaft und TÜBİTAK

    1991 wurde ein Kooperationsabkommen zwischen der Max-Planck-Gesellschaft und TÜBİTAK unterzeichnet, das türkischen und deutschen Wissenschaftlern gemeinsame Forschungen von der Grundlagen- bis zur angewandten Forschung ermöglichte. Projekte in den Bereichen Physik, Chemie, Biologie, Medizin, Materialwissenschaft und Nanotechnologie sind greifbare Beispiele dieser wissenschaftlichen Freundschaft. Regelmäßige Workshops und Konferenzen legten die Basis für langfristige Kooperationen unter jungen Forschern. Ab 2005 wurden gemeinsame Forschungszentren gegründet, die diese Freundschaft auf eine institutionelle Ebene hoben.

  • 11.03.1991-3-

1993

  • 29.05.1993-2-
  • 29.05.1993

    Die Tragödie von Solingen und der Kampf gegen Rassismus in den deutsch-türkischen Beziehungen

    Am 29. Mai 1993 wurden bei einem Brandanschlag auf ein türkisches Wohnhaus in Solingen fünf Menschen getötet. Dieses schreckliche Ereignis rückte Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland in den Fokus der deutsch-türkischen Beziehungen. Die Tragödie hinterließ tiefe Wunden sowohl in Deutschland als auch in der Türkei und führte zu einem verstärkten gemeinsamen Bewusstsein und Engagement im Kampf gegen Rassismus. Unter dem Motto „Wir haben Solingen nicht vergessen“ wird jährlich an dieses Ereignis erinnert, das zum Symbol für den Einsatz der türkischen Gemeinschaft in Deutschland wurde.

  • 10.04.1994

    Die Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer: Stärkung der Wirtschaftlichen Zusammenarbeit

    Die 1994 gegründete Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer (AHK) hat die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern auf einer institutionellen Plattform gefestigt. Sie unterstützt deutsche Unternehmen in der Türkei sowie türkische Unternehmen in Deutschland durch Beratung, Networking und rechtliche Hilfestellung und trägt so zum Wachstum des Handelsvolumens bei. Mit Messen, Geschäftstreffen und Schulungsprogrammen bringt die AHK Tausende von Geschäftsleuten zusammen und fördert mit den jährlich vergebenen „Deutsch-Türkischen Wirtschaftspreisen“ erfolgreiche Kooperationen als Symbol der wirtschaftlichen Freundschaft.

  • 1994 AHK DTF (1)

1999

  • 17.08.1999-1-
  • 17.08.1999

    Das Marmara-Erdbeben 1999 und die Solidarität Deutschlands mit der Türkei

    Unmittelbar nach dem Marmara-Erdbeben am 17. August 1999 stand Deutschland mit Rettungsteams und umfassender Hilfe an der Seite der Türkei. Die deutschen Einsatzkräfte spielten mit ihrer fortschrittlichen Technik eine entscheidende Rolle bei der Rettung von Verschütteten, während Hilfsaktionen türkischer und deutscher Bürger in Deutschland großen Zuspruch fanden. Mit Unterstützung von Regierung und Privatwirtschaft wurden die sogenannten „Deutschen Dörfer“ gebaut, die den Erdbebenopfern dauerhafte Heimat boten und so zur stärksten Manifestation der deutsch-türkischen Freundschaft wurden.

  • 2000

    Stärkung der deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen im 21. Jahrhundert

    Seit den 2000er Jahren haben sich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland rasant entwickelt, wobei Deutschland zum wichtigsten Handelspartner der Türkei wurde. In den Bereichen Automobil, Maschinenbau, Energie und Tourismus entstand ein Handelsvolumen in Milliardenhöhe, begleitet von steigenden Investitionen und Kooperationsprojekten. Diese starken wirtschaftlichen Verbindungen gelten als Grundpfeiler der deutsch-türkischen Freundschaft.

  • 2000-2-

2001

  • 25.11.2001-2-
  • 25.11.2001

    Neue Horizonte der deutsch-türkischen Musikzusammenarbeit

    Die im Jahr 2001 zwischen der Berliner Philharmonie und dem Istanbuler Staatlichen Symphonieorchester begonnene Zusammenarbeit erreichte 2023 mit der Gründung des deutsch-türkischen Jugendorchesters einen wichtigen Meilenstein. Dieses Orchester bringt junge Musiker beider Länder zusammen und stärkt mit einem breiten Repertoire von klassischer Musik über Jazz bis hin zur Weltmusik die kulturellen Verbindungen. Das zeitgleich in Istanbul und Berlin stattfindende Festival „Musikbrücke“ fördert den gegenseitigen Austausch von Werken türkischer und deutscher Komponisten. Zudem festigen gemeinsame Produktionen der Düsseldorfer Oper und der Istanbuler Staatsoper die Zusammenarbeit im Bereich der darstellenden Künste.

  • 23.04.2002

    Das goldene Zeitalter der deutsch-türkischen Kulturbeziehungen in den 2000er Jahren

    Die 2000er Jahre waren eine der glanzvollsten Phasen der deutsch-türkischen Kulturbeziehungen. Die Veranstaltungen „Jetzt Türkei-Tage in Stuttgart“ ab 2002, das „Deutschland-Jahr in der Türkei“ 2006-2007 und das „Türkei-Jahr in Deutschland“ 2008-2009 brachten die Kulturen und Künste beider Länder zusammen. Die gemeinsamen Festivals, Ausstellungen und Konzerte der Partnerstädte Istanbul und Berlin stärkten die kulturellen Verbindungen zwischen den Städten. Auf den Buchmessen in Frankfurt und Istanbul vertieften Verlage und Autoren ihre Zusammenarbeit, während deutsch-türkische Filmkooperationen bei internationalen Festivals große Beachtung fanden. Türkische Filme wurden auf der Berlinale gezeigt, während auf dem Antalya Filmfestival deutsche Filme in speziellen Sektionen präsentiert wurden.

  • 23.04.2002-2-

2008

  • 30.07.2008-1-
  • 30.07.2008

    Die Türkisch-Deutsche Universität Istanbul: Eine neue Ära der akademischen Zusammenarbeit

    Die 2008 gegründete und 2013 eröffnete Türkisch-Deutsche Universität Istanbul markiert eine neue Phase der akademischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei. Mit ihrem einzigartigen Curriculum, das die Bildungstraditionen beider Länder verbindet, und einem internationalen Dozententeam fungiert die Universität als wichtige Brücke für wissenschaftliche Forschung und hochwertige Ausbildung. Sie steht als greifbares Symbol der deutsch-türkischen Partnerschaft und hat das Ziel, die Führungskräfte von morgen auszubilden.

  • 15.06.2010

    Neue Horizonte der deutsch-türkischen wissenschaftlichen Zusammenarbeit

    Dank der Vereinbarungen zwischen TÜBİTAK und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die wissenschaftliche Zusammenarbeit an Fahrt gewonnen und umfasst gemeinsame Projekte in Bereichen von Quantencomputern über Biotechnologie bis hin zu Künstlicher Intelligenz und erneuerbaren Energietechnologien. Die jährlich stattfindenden Deutsch-Türkischen Wissenschaftsjahre fördern den Austausch junger Forscher, während die gemeinsamen Forschungsgelder im Rahmen von Horizon Europe die akademischen Beziehungen zwischen beiden Ländern vertiefen.

  • 15.06.2010-1-

2010

  • 2010-4-
  • 2010

    Der Aufstieg türkischstämmiger Politiker in Deutschland

    Türkischstämmige Politiker, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, übernehmen zunehmend bedeutende Rollen sowohl im Bundestag als auch in den lokalen Verwaltungen. Persönlichkeiten wie Cem Özdemir und Aydan Özoğuz sind nicht nur als Vertreter, sondern auch als Vorbilder für den interkulturellen Dialog aktiv. Die türkische Diaspora schreibt weiterhin Geschichte im Bereich der politischen Teilhabe.

  • 23.10.2011

    Solidarität und Unterstützung Deutschlands nach dem Erdbeben in Van

    Nach dem Erdbeben der Stärke 7,2 am 23. Oktober 2011 in Van reagierte Deutschland schnell und organisierte Hilfsmaßnahmen für die Türkei. Die Einsatzkräfte der Technischen Hilfswerk (THW) unterstützten mit moderner Technik die Rettung von Verschütteten. In Deutschland lebende Türken und Deutsche sammelten Rekordspenden in Hilfskampagnen, während die deutsche Regierung in Van ein Wohngebiet mit 250 Containern errichtete, das insbesondere in den harten Wintermonaten Leben rettete. Dieses als „Deutsches Dorf“ bekannte Containerdorf bot mit provisorischer Schule und Gesundheitszentrum eine voll ausgestattete Lebensstätte und hinterließ bleibenden Eindruck in den Herzen der türkischen Bevölkerung.

  • 23.10.2011-3-

2012

  • 18.05.2012-3-
  • 18.05.2012

    Eine neue Ära der deutsch-türkischen Gesundheitszusammenarbeit

    Die 2012 zwischen dem deutschen Charité-Krankenhaus und der medizinischen Fakultät der Universität Istanbul unterzeichnete Vereinbarung begründete eine institutionalisierte Partnerschaft im Gesundheitswesen zwischen Deutschland und der Türkei. Heute bestehen mehr als 25 „Bruderkrankenhäuser“ zwischen türkischen und deutschen Kliniken, die Austauschprogramme für Ärzte und Pflegekräfte, gemeinsame medizinische Forschungsprojekte und Fortbildungen durchführen. Besonders in den Bereichen Krebsbehandlung, Organtransplantation und robotischer Chirurgie vertieft sich die Zusammenarbeit, was nicht nur eine hochwertige Patientenversorgung ermöglicht, sondern auch den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen beiden Ländern fördert. Im Rahmen des Gesundheitsbrücken-Projekts Izmir-Hamburg wurde zudem ein gemeinsames Telemedizin-System eingerichtet, das Patienten gleichzeitige Konsultationen von Experten beider Länder ermöglicht.

  • 10.04.2013

    Die Istanbul Deutsch-Türkische Universität: Eine akademische Brücke

    Die 2010 durch ein bilaterales Abkommen gegründete und 2013 eröffnete Istanbul Deutsch-Türkische Universität ist ein herausragendes Beispiel für die akademische Freundschaft zwischen beiden Ländern. An der Universität, an der deutsche und türkische Wissenschaftler gemeinsam unterrichten und zweisprachig gelehrt wird, wird ein einzigartiges Modell angeboten, das von einem Konsortium aus 37 deutschen Universitäten unterstützt wird. Die jährlich stattfindenden „Deutsch-Türkischen Wissenschaftstage“ bringen akademische Gemeinschaften zusammen, und durch Praktika sowie Austauschprogramme in Deutschland werden interkulturelle Brücken für Studierende geschaffen. Absolventen der Universität spielen eine aktive Rolle bei der Förderung der wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen beiden Ländern.

  • 10.04.2013-1-

2013

  • 17.10.2013-3-
  • 17.10.2013

    Eine kulinarische Brücke zwischen der türkischen und deutschen Küche

    Die Geschichte, die mit der Popularität des Döner Kebabs in Berlin begann, hat sich heute zu einem gegenseitigen Austausch der türkischen und deutschen Esskulturen entwickelt. Die türkische Küche ist ein bedeutender Bestandteil der Gastronomie in Deutschland geworden, während deutsches Bier und Konditoreitraditionen auch in der Türkei an Bedeutung gewonnen haben. Die jährlich stattfindenden Deutsch-Türkischen Gastronomiefestivals bringen Köche beider Länder zusammen, fördern neue Fusion-Kreationen und bestätigen die Bedeutung der Esskultur als Instrument der internationalen Diplomatie.

  • 17.06.2014

    Deutsch-Türkische Jugendbrücke: Die Kraft interkultureller Solidarität

    Das 2014 auf Initiative der Außenministerien beider Länder gestartete Programm „Deutsch-Türkische Jugendbrücke“ ist ein umfassendes Projekt zur Stärkung der Freundschaftsbande zwischen den jungen Generationen. Dieses Programm geht über Erasmus+ und das Europäische Solidaritätsprogramm hinaus und ermöglicht jährlich mehr als 10.000 türkischen und deutschen Jugendlichen die Teilnahme an Austauschprogrammen, Sommerlagern, Freiwilligenprojekten und Bildungsseminaren. Im Rahmen der „Jungen Botschafter“ organisieren ausgewählte Jugendliche Veranstaltungen zur Förderung des interkulturellen Dialogs in ihren Schulen und Gemeinden, während im Projekt „Digitale Freundschaft“ türkische und deutsche Schulen virtuelle Klassenzusammenführungen durchführen. Das Programm „Berufliche Brücken“ bietet jungen Fachkräften Praktikumsmöglichkeiten im jeweils anderen Land, und die Jugendcamps zum Thema „Nachhaltige Zukunft“ suchen gemeinsam Lösungen für Umweltprobleme.

  • 17.06.2014-1-

2015

  • 2015-3-göç
  • 31.08.2015

    Die syrische Flüchtlingskrise und deutsch-türkische Solidarität

    Die im Jahr 2015 ihren Höhepunkt erreichende syrische Flüchtlingskrise vereinte Deutschland und die Türkei in einer gemeinsamen humanitären Herausforderung. Mit Angela Merkels Ausspruch „Wir schaffen das“ öffnete Deutschland seine Türen für Flüchtlinge, während die Türkei Millionen von Syrern aufnahm. Die führende Rolle Deutschlands im am 18. März 2016 unterzeichneten EU-Türkei-Abkommen markierte den Beginn einer strategischen Partnerschaft im Bereich Migration und Grenzmanagement zwischen beiden Ländern.

  • 2015

    Die Flüchtlingskrise 2015 und deutsch-türkische Migrationszusammenarbeit

    Während der Flüchtlingskrise 2015 entwickelten Deutschland und die Türkei eine enge Zusammenarbeit, um die Migration nach Europa zu kontrollieren. Das im Jahr 2016 unterzeichnete Migrationsabkommen wurde sowohl für die bilateralen Beziehungen als auch für das politische Gleichgewicht in Europa zu einem bedeutenden Wendepunkt. Die Türkei trug die Flüchtlingslast und intensivierte gleichzeitig die diplomatische und koordinierende Zusammenarbeit mit Deutschland.

  • 2015-2-göç

2016

  • 27.05.2016-5-
  • 27.05.2016

    Istanbul und Berlin: Zusammenarbeit in globaler Kunst und Design

    Der Aufstieg von Istanbul und Berlin als globale Zentren für Kunst und Design stärkte die Zusammenarbeit zwischen türkischen und deutschen Künstlern, Designern und Kuratoren. Die Verbindung zwischen der Berliner und der Istanbuler Biennale ermöglichte es jungen Künstlern, ihre Werke auf internationalen Plattformen zu präsentieren. Zudem vertieften gemeinsame Projekte in Mode und Industriedesign, nachhaltige Mode, ökologisches Design und digitale Kunst die kulturellen Dialoge durch Workshops und Ausstellungen.

  • 18.03.2017

    Türkisch-Deutsches Filmfestival: Eine Brücke der Kulturen im Kino

    Das 2017 in München gestartete und jährlich abwechselnd in verschiedenen Städten in der Türkei und Deutschland stattfindende Türkisch-Deutsche Filmfestival ist zu einer wichtigen kulturellen Brücke zwischen den Kinoszenen beider Länder geworden. Die gezeigten Koproduktionen bringen den Dialog zwischen den Kulturen auf die Leinwand, während Workshops und Meisterklassen jungen Filmschaffenden dauerhafte Kooperationen ermöglichen. Die Wettbewerbssektion "Interkultureller Dialog" hebt Filme hervor, die Vorurteile abbauen und das gegenseitige Verständnis fördern. Jährlich wird der "Türkisch-Deutsche Filmfreundschaftspreis" an Regisseure, Schauspieler und Produzenten verliehen, die Brücken zwischen den Filmwelten bauen.

  • 18.03.2017-3-

2017

  • 8.03.2017 - Türk-Alman Kadın Girişimciler
  • 8.03.2017

    Das Türkisch-Deutsche Netzwerk für Unternehmerinnen: Brücken für Frauen bauen

    Am Internationalen Frauentag 2017 in Berlin gegründet, hat das Türkisch-Deutsche Netzwerk für Unternehmerinnen (TAGWEN) eine starke Plattform für Frauen aus beiden Ländern geschaffen. Mit über 5.

  • 9.11.2017

    Türkisch-Deutscher Kultureller Dialog auf Digitalen Plattformen

    In den letzten Jahren haben Produktionen auf digitalen Plattformen wie Netflix und Amazon Prime dem türkisch-deutschen kulturellen Dialog eine neue Dimension verliehen. Geschichten, die von den türkischen Vierteln Berlins bis zu den kosmopolitischen Straßen Istanbuls reichen, haben Stereotypen überwunden und den interkulturellen Austausch gestärkt. Die Zusammenarbeit junger türkischer und deutscher Regisseure, Drehbuchautoren und Schauspieler hat Projekte hervorgebracht, die die Grenzen von Film- und Serienbranchen überschreiten und sowohl Kritikerlob als auch ein breites Publikum erreichen.

  • 9.11.2017-2-

2018

  • 20.08.2018-1-
  • 20.08.2018

    Neue Kooperationen in der Türkisch-Deutschen Digitalen Spieleindustrie

    Die 2018 während der Berliner Spielwoche unterzeichnete Kooperationsvereinbarung leitete eine starke Freundschaftsbrücke im Bereich Technologie und Kreativität zwischen der türkischen und deutschen digitalen Spieleindustrie ein. Die Verbindung zwischen der fortschrittlichen deutschen Spielebranche und dem jungen, dynamischen Entwickler-Ökosystem in der Türkei führte zur Entstehung zahlreicher gemeinsamer Projekte. Bei den jährlich stattfindenden Türkisch-Deutschen Game Jam-Events entwickeln Entwickler, Designer und Geschichtenerzähler aus beiden Ländern innerhalb von 48 Stunden gemeinsam Spiele. Im Rahmen des Programms „Digitale Brücken“ treffen türkische Studios auf deutsche Investoren, während das Istanbul-Berlin-Spielkorridor-Projekt den Austausch von Spieleentwicklern zwischen beiden Städten fördert. Das gemeinsam entwickelte Lernspiel „Interkulturell“ wird in Schulen eingesetzt, um den kulturellen Dialog zu stärken.

  • 26.10.2018

    Stärkung der Grünen Zusammenarbeit durch das Türkisch-Deutsche Energieforum

    Das erste Türkisch-Deutsche Energieforum, das 2018 in Berlin stattfand und seitdem jährlich abwechselnd in beiden Ländern durchgeführt wird, hat sich zu einer wichtigen Plattform für die Vertiefung der Energiekooperation entwickelt. In den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, intelligente Netze und grüner Wasserstoff entwickeln die Türkei und Deutschland gemeinsame Projekte und haben eine führende Partnerschaft für die grüne Transformation Europas aufgebaut. Die Verbindung deutscher erneuerbarer Energietechnologien mit dem Solar- und Windpotenzial der Türkei führte zu steigenden Investitionen auf beiden Seiten. Mit den auf dem Forum unterzeichneten Abkommen begannen deutsche Investitionen in die grüne Wasserstoffproduktion in der Türkei, während türkische Energieunternehmen sich an Solarenergieprojekten in Deutschland beteiligen.

  • 26.10.2018-2-

2019

  • 8.04.2019-2-
  • 8.04.2019

    Neue Ära der Türkisch-Deutschen Zusammenarbeit im Tourismus

    Die vertiefte Zusammenarbeit im Tourismussektor zwischen der Türkei und Deutschland hat nach der Pandemie neuen Schwung erhalten. Kulturelle Erbeprojekte, archäologische Ausgrabungen und Restaurierungsarbeiten stehen dabei im Vordergrund, wobei der Beitrag deutscher Archäologen zur Aufnahme der antiken Stadt Pergamon in die UNESCO-Welterbeliste die historischen Verbindungen zwischen beiden Ländern stärkte. Zudem haben gemeinsame Initiativen im Bereich nachhaltiger und Ökotourismus die Vielfalt im Tourismus erhöht. Jährlich besuchen Millionen deutsche Touristen die Türkei, was weiterhin ein wichtiger Faktor für den kulturellen Austausch ist.

  • 22.09.2019

    Das Türkisch-Deutsche Gemeinsame Kulturerbe-Projekt stärkt historische Verbindungen

    Das 2019 gestartete Türkisch-Deutsche Gemeinsame Kulturerbe-Projekt ist ein umfassendes Kooperationsprogramm zur Erhaltung, Dokumentation und Förderung des gemeinsamen historischen und kulturellen Erbes beider Länder. Moscheen aus osmanischer Zeit in Deutschland, deutsche Architektur im Osmanischen Reich, historische Bauwerke entlang der Berlin-Bagdad-Bahnstrecke und deutsche Spuren in Istanbul werden mit internationaler Expertenbeteiligung restauriert und digital dokumentiert. Das digitale Museum "Geteiltes Erbe" macht die gemeinsame Geschichte beider Länder online zugänglich, während die jährlich stattfindenden "Kulturerbetage" mit zeitgleichen Veranstaltungen in beiden Ländern gefeiert werden.

  • 22.09.2019-2-

2019

  • 14.11.2019-2-
  • 14.11.2019

    Die Türkisch-Deutsche Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie wächst

    In den letzten Jahren sind neue Kooperationsmöglichkeiten im Verteidigungssektor zwischen der Türkei und Deutschland entstanden. Die hochmodernen Verteidigungssysteme Deutschlands und die zunehmenden lokalen Verteidigungskapazitäten der Türkei bilden die Grundlage für gemeinsame Projekte zwischen den beiden NATO-Verbündeten. Projekte in Bereichen wie U-Boot-Technologie, Cyberverteidigungssysteme und KI-gestützte Verteidigungslösungen zeigen, dass die Türkei und Deutschland eine gemeinsame Vision für die Sicherheitsherausforderungen des 21. Jahrhunderts entwickelt haben. Die Zusammenarbeit im NATO-Rahmen trägt auch wesentlich zur regionalen Sicherheit bei.

  • 12.12.2019

    Eine neue Ära der Grünen Transformation durch Türkisch-Deutsche Zusammenarbeit

    Nach der Verkündung des Europäischen Grünen Deals im Jahr 2019 beschleunigte sich die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Deutschland im Bereich der grünen Transformation und Energie. Die Expertise Deutschlands in erneuerbaren Energietechnologien und das reichhaltige Potenzial der Türkei in Sonnen- und Windenergie machen die beiden Länder zu natürlichen Partnern in diesem Bereich. Gemeinsame Projekte zur Bekämpfung des Klimawandels, nachhaltiger Entwicklung und dem Übergang zur grünen Wirtschaft verleihen den Türkisch-Deutschen Beziehungen eine neue, zukunftsorientierte Dimension.

  • 12.12.2019-4-

2020

  • 11.03.2020-2-
  • 11.03.2020

    COVID-19-Pandemie und die Türkisch-Deutsche Gesundheitszusammenarbeit

    In den ersten Tagen der COVID-19-Pandemie zeigte die Unterstützung der Türkei mit medizinischem Material für Deutschland und andere europäische Länder ein beeindruckendes Beispiel internationaler Solidarität. Deutschland unterstützte während der Pandemie auch die Impfkampagnen in der Türkei. Der von den türkischstämmigen Gründern von BioNTech, Uğur Şahin und Özlem Türeci, entwickelte Impfstoff wurde zum starken Symbol der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Die Pandemie rückte die Gesundheitsdiplomatie in den türkisch-deutschen Beziehungen in den Vordergrund und eröffnete neue Möglichkeiten in Forschung und Entwicklung.

  • 22.03.2021

    Migrationsreformen in Deutschland und die Integration der türkischen Gemeinschaft

    Seit 2021 haben die Liberalisierung der deutschen Migrationsgesetze und Reformen zur Erleichterung der Integration die türkischstämmige Gemeinschaft maßgeblich beeinflusst. Neue Regelungen zur Förderung qualifizierter Arbeitsmigration haben die Zahl hochqualifizierter Fachkräfte aus der Türkei nach Deutschland erhöht, während die Ausweitung der doppelten Staatsbürgerschaft für in Deutschland geborene türkischstämmige Jugendliche das Zugehörigkeitsgefühl stärkte. Gleichzeitig hat die Türkei inklusivere Politiken gegenüber der türkischen Gemeinschaft in Deutschland entwickelt, was zur Neuausrichtung des Gleichgewichts zwischen Integration und Identität beitrug.

  • 22.03.2021-1-

2021

  • 8.07.2021-1-
  • 8.07.2021

    Türkisch-Deutsche Zusammenarbeit im Katastrophenmanagement und Notfallhilfe

    Das im Jahr 2021 zwischen der Türkei und Deutschland unterzeichnete Abkommen zur Zusammenarbeit im Katastrophenmanagement und in Notfällen schuf einen institutionellen Rahmen für koordiniertes Handeln bei Naturkatastrophen und Krisen. Im Rahmen des Abkommens begannen regelmäßige gemeinsame Übungen, Schulungsprogramme und Technologietransfers zwischen der türkischen AFAD und der deutschen THW. Rettungsteams profitieren vom Erfahrungsaustausch bei Erdbeben, Überschwemmungen und Waldbränden, und gemeinsame Projekte zur Wiederaufbauphase werden umgesetzt. Die Entsendung deutscher Löschflugzeuge während der Waldbrände 2021 in der Türkei sowie die schnelle Ankunft der THW-Teams nach dem schweren Erdbeben 2023 sind greifbare Ergebnisse dieser Zusammenarbeit.

  • 22.09.2022

    Strategische türkisch-deutsche Partnerschaft in Logistik und Lieferkettenmanagement nach der Pandemie

    Im Zuge der Neustrukturierung der Lieferketten nach der Pandemie entwickelte sich zwischen der Türkei und Deutschland eine strategische Partnerschaft im Bereich Logistik und Lieferkettenmanagement. Im Rahmen der Nearshoring-Strategie Deutschlands wurde die Türkei als wichtiger Produktions- und Logistikstandort positioniert, was die Integration der Lieferketten in Branchen wie Automobil, Textil, Elektronik und Lebensmittel vertiefte. Gemeinsame Projekte im Bereich grüner Logistik und digitalem Lieferkettenmanagement machten die Türkei und Deutschland zu Logistik-Supermächten in der Eurasischen Region.

  • 22.09.2022-1-

2022

  • 24.11.2022-2-
  • 24.11.2022

    Türkisch-Deutsche Umwelt- und Klimafreundschaftsinitiative

    Die 2022 auf der Klimakonferenz in Bonn von den Umweltministern beider Länder unterzeichnete Türkisch-Deutsche Umwelt- und Klimafreundschaftsinitiative stellt ein umfassendes Kooperationsprogramm im Kampf gegen den Klimawandel dar. Im Rahmen der Initiative nutzt die Türkei die Technologie und Erfahrung Deutschlands, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2053 zu erreichen, während Universitäten und Forschungszentren beider Länder gemeinsame Klimawissenschaftsprojekte entwickeln. Konkrete Maßnahmen werden auch bei der grünen Transformation deutscher Investitionen in der Türkei sowie der Verringerung des CO2-Fußabdrucks türkischer Unternehmen in Deutschland umgesetzt. Das in Schulen eingeführte Programm „Klima-Botschafter“ ermöglicht es türkischen und deutschen Schülern, sich auf Online-Plattformen zu vernetzen und gemeinsame Klimaprojekte zu realisieren.

  • 24.05.2024

    Türkisch-Deutsche Freundschaft: Vision 2025-2050

    Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland im Jahr 2024 haben die beiden Staatschefs die gemeinsame „Türkisch-Deutsche Freundschaft: Vision 2025-2050“ vorgestellt, die eine umfassende Roadmap zur Vertiefung der Beziehungen im kommenden Vierteljahrhundert bietet. Die Vision sieht strategische Partnerschaften in zukunftsorientierten Bereichen wie grüne Transformation, digitale Technologien, Künstliche Intelligenz, Weltraumforschung und Biotechnologie vor und definiert gemeinsame Ziele in nachhaltiger Entwicklung, Klimaschutz und interkulturellem Dialog. Für den Zeitraum 2025-2050 werden konkrete Projekte und Kooperationsfelder alle fünf Jahre festgelegt, während 2028 in Deutschland das „Türkei-Jahr“ und 2033 in der Türkei das „Deutschland-Jahr“ gefeiert werden sollen. Das Programm „Brücken der Zukunft“ zielt insbesondere darauf ab, junge Menschen zu Architekten der Freundschaft zwischen beiden Ländern zu machen.

  • 24.05.2024-2-